Haftungshöhe

IconWas bedeutet Haftungshöhe bei der privaten Haftpflichtversicherung?

Was beim durch einen Fußball zerschossenen Fenster kein Problem ist, gefährdet beim Auto schnell die Existenzgrundlage des Schädigers.

[pullquote_right]Das deutsche Recht ist in der Frage, wer für einen entstandenen Schaden aufzukommen hat, eindeutig:
Nach § 823 Abs.1 des BGB muss der Verursacher für den Schaden aufkommen, ganz gleich, wie hoch dieser ausfallen mag.[/pullquote_right]

Aus diesem Grund haben die meisten Menschen neben der obligatorischen KFZ-Haftpflichtversicherung noch eine Privathaftpflicht, die ausschließlich für Schäden aufkommt, die unschuldigen Dritten zugefügt wurden. Die sogenannte Haftungshöhe spielt dabei eine besondere Rolle – schon allein deshalb, weil Versicherungen darunter unterschiedliche Dinge verstehen, wie ein Haftpflichtversicherung Vergleich beweist.

IconDie gängige Bedeutung in der Privathaftpflicht

Wer sich dafür entscheidet, sich durch eine private Haftpflichtversicherung zu schützen, erwirbt dadurch in aller Regel keine unbegrenzte Sicherheit. Meist gibt es eine sogenannte Haftungsbegrenzung, bis zu der die Versicherung maximal den Schaden übernimmt.

Beispiel: Die Versicherung schützt bis zu einem Schaden von 30 Millionen Euro.

Durch eigenes Verschulden des Versicherten kommt jedoch ein Öllastzug von der Autobahn ab und es entsteht ein Schaden von 35 Millionen Euro. In diesem Fall liegt die Haftungshöhe bei 30 Millionen Euro, weil die Haftungsbegrenzung nicht ausreicht, um für die gesamte Summe aufzukommen.
In einem solchen Fall muss der Versicherte den Rest der Summe selbst tragen.

Hammer

IconDie Höhe der Haftung bei geteilten Haftungen

Komplizierter ist es, wenn die Höhe der Haftung in einem Fall geteilter Haftungen beschrieben werden soll. In diesem Fall trennt der Begriff danach, wer für welche Schäden gerade stehen muss.

Gibt es beispielsweise eine Selbstbeteiligung im Versicherungsvertrag, was meist der Fall ist, dann gliedert das Unternehmen den Schaden danach auf, welche Summe sie selbst übernimmt und welche zu Lasten des Versicherten geht. Noch komplizierter wird es, wenn bei einem Unfall Schäden entstehen, die von der Privathaftpflicht nicht übernommen werden.

Um beim Beispiel des Tanklastzugs zu bleiben:

Dabei können leicht Umweltschäden entstehen, die meist nicht von der privaten Haftpflichtversicherung übernommen werden. Aus dem Gesamtschaden errechnet die Versicherung deshalb die Höhe der Teilschäden, für die sie laut Vertrag aufkommen muss und gibt dieses Ergebnis als eigene Haftungshöhe an.

IconÜber einen Preisvergleich absichern

Wer eine private Haftpflichtversicherung abschließen möchte, sollte sich aus diesem Grund absichern. Dies bedeutet, bei dem Preisvergleich, der gewöhnlich ausschlaggebendes Kriterium für die Auswahl einer Versicherung ist, sollte es nicht nur um die monatliche Prämie gehen. Von Bedeutung ist auch die maximale Schadensbegrenzung, die Höhe der Selbstbeteiligung sowie der Leistungskatalog der Versicherung.

[button color=“orange“ size=“medium“ link=“/vergleich/“]Jetzt kostenlos vergleichen![/button]

ZitatOft lockt ein niedriger Tarif, doch in Wahrheit könnte dieser den Versicherten im Schadens- und Haftungsfall teuer zu stehen kommen.