Ausschlüsse

IconAusschlüsse in der privaten Haftpflichtversicherung

Ausschluss

Wer einen Haftpflichtversicherung Vergleich anstellen möchte,
muss neben dem Preis besonders auf die Ausschlüsse achten.

Als Faustformel gilt, dass die Kernausschlüsse identisch gehalten sind, doch auch dabei, wie beim Preis, ergeben sich gravierende Unterschiede von Versicherung zu Versicherung. Die grundsätzlichen Ausschlussformeln sind prinzipiell versicherungsübergreifend.

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IconWas wird bei der Privathaftpflicht ausgeschlossen?

Fahrlässigkeit

Grundsätzlich ist es so, dass jede Vorsatzhandlung und daraus entstehende Schäden von der Versicherungspflicht der Versicherer sowie die pekuniären Schadensregulierung ausgeklammert sind.

Wer mit Vorsatz einen Schaden an Gegenständen verursacht – zum Beispiel absichtlich und aus Wut ein Glas in einen Flachbildfernseher wirft – kann keinerlei Deckung durch seinen Versicherer erwarten.

Nur die Fahrlässigkeit – auch die grobe Fahrlässigkeit – ist kernversichert.

Ausgeschlossen sind auch mehrheitlich geliehene oder gemietete Gegenstände.

Wer sich von seinem Bekannten oder Freund zum privaten Public Viewing das TV Gerät ausleiht und borgt, beim Transport in die eigene Wohnung stolpert und das Gerät zerstört, hat nur in wenigen Ausnahmefällen einen entsprechenden Versicherungsschutz, der den zerstörten oder beschädigten Gegenstand ersetzt.

[pullquote_right]Generell gilt ebenso, dass Versicherungsschäden bei Personen, die mit in der häuslichen Gemeinschaft leben, nicht versichert sind.[/pullquote_right]

Wer das Notebook der eigenen Frau durch Fahrlässigkeit beschädigt, beispielsweise durch ein umgestoßenes Glas, welches den angeschalteten Computer zerstört, wird versicherungsübergreifend den Schaden selbst regulieren müssen, da hier die Grundsätze der Ausschlüsse bei der Privathaftpflicht greifen.

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IconAuch sogenannte Eigenschäden sind natürlich nicht mitversichert.

InformationWer sich versehentlich auf die eigene Brille setzt, wird auch trotz bestehender Privathaftpflichtversicherung im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Schaden sitzenbleiben und ihn selbst regulieren müssen, bzw. sich auf eigene Kosten eine neue Brille anschaffen dürfen.

Eine Inkludierung derartiger Schäden würde eine Inanspruchnahme der Versicherung quasi explodieren lassen, weil man so gebrauchte Dinge gegen einen geringen Kostenbeitrag durch neue Gegenstände ersetzen könnte.

LinkAuch Kosten oder Schadenersatzansprüche aus Straftaten und Bußgeldern lassen sich nicht mitversichern.
Wer beispielsweise bei einem Diebstahl oder Einbruch Wertgegenstände entwendet, dabei gefasst wird, der muss diese Wertgegenstände auch nach der eventuellen Veräußerung als Diebesgut selbst ersetzen, ohne die Privathaftpflichtversicherung ins Benehmen bringen zu können.

LinkGleiches gilt für Bußgelder, denn es wird die Vorsatzhandlung vorausgesetzt.
Selbst wenn es um Fahrlässigkeit geht, fahrlässige Körperverletzung im Straßenverkehr – so ist das folgende Bußgeld nicht über die Deckungssumme abgesichert.

IconWichtig ist zu berücksichtigen, dass man zur Mitarbeit verpflichtet ist.

Wer gefährliche Gegenstände trotz Aufforderung durch den Versicherer nicht beseitigt, wird im Schadensfalle die Versicherung nicht in Anspruch nehmen können. Verluste sind ebenso nicht in den Deckungssummen inkludiert.

Das bedeutet:

Ist ein Gegenstand nur verschwunden, nicht aber zerstört oder beschädigt, greifen die Schutzmaßnahmen generell nicht. Trotzdem lassen sich Verluste – Schlüssel beispielsweise – zusatzversichern oder sind bei einigen wenigen Versicherern bereits in der Privathaftpflicht enthalten. Derartige Details lassen sich über den Haftpflichtversicherung Vergleich sehr einfach eruieren und sollten entscheidungsimmanent sein.